Kapelle mit dem Influencer-Paar Jana und Yakiv @jana.yakiv
Wenn Schülerinnen und Schüler nach einem möglichen Traumberuf gefragt werden, fällt erstaunlich oft „Influencer“ als Wunsch. Klar – eine Menge Kurzvideos und weiterer Content über das Leben der Lieblings-Influencer wird durch alle Altersgruppen hinweg tagtäglich auf dem Smartphone verfolgt. Das weckt natürlich den Wunsch genauso erfolgreich und berühmt zu werden.
Das Influencer-Leben besteht aber nicht nur aus Glamour, unzähligen Followern und vermeintlich üppigen Sponsorengeldern, erzählen uns Jana und Yakiv in der ersten Kapelle des Schuljahres. Kapelle im Internatsdorf Haubinda bedeutet übrigens nicht etwa Gottesdienst, sondern ist ein Begriff für eine kulturelle Veranstaltung, bei der die Schulgemeinschaft zusammenkommt und von Teambuilding bis Konzert einen Blick über den Tellerrand wagt.
Warum Jana und Yakiv ausgerechnet nach Haubinda für einen Vortrag kamen? Das haben wir dem Englisch-Lehrerinnen Mutter-Tochter-Team Tanja und Tara Schneider zu verdanken. Aus ihrem Freundeskreis kennen sie Jana und dachten, es wäre doch eine tolle Gelegenheit, sie für eine Kapelle an der Hermann-Lietz-Schule Haubinda zu gewinnen. Die Begeisterung in den Klassen war sofort da, als die Idee erstmals präsentiert wurde. Als die beiden Influencer am Freitag auf dem Gelände ankamen, war vielerorts gleich Kreischen zu vernehmen.
In ihrem Vortrag präsentierten Yakiv und Jana ihren Werdegang, wie sie sich vom Solo-Creator zu Paar-Content-Creation entwickelten und letztendlich eine Media-Firma gründeten. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis 10 lauschten gespannt. Außerdem zeigten beide kurz die Schattenseiten des Influencer-Daseins, wie etwa aufdringliche Fans und finanzielle Unsicherheit bis zu den ersten Sponsoren. Weiterhin wie berufliche Selbstständigkeit und die Höhen und Tiefen bei den Klickzahlen ihres Contents Auswirkungen auf das eigene Leben haben.
„Wenn du nicht gern fotografiert wirst, oder es nicht aushältst in der Öffentlichkeit ständig angesprochen zu werden, dann ist es eine schlechte Voraussetzung, um Influencer zu werden.“ – Jana
Ganz am Ende hatten sie noch eine Überraschung parat: die Haubindaner waren die ersten, die von einem ganz geheimen Projekt erfahren durften, das aber erst im September launchen wird.
Zum Glück waren ganz viele Autogrammkarten im Gepäck, denn die waren zum Ende der Veranstaltung heiß begehrt. Wer eines von seinen Vorbildern ergattern konnte, war anschließend glückselig. Ob der Influencer-Beruf nach diesem spannenden Einblick noch immer ein Wunschziel ist?