Heiße Tage, kühle Köpfe: Berufsorientierung im Handwerk

Berufsorientierung im BTZ Rohr Kloster

Jedes Jahr zum Ende des Schuljahres gibt es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 eine Woche lang die Möglichkeit, in handwerkliche Berufe hineinzuschnuppern. Gerade für die Jugendlichen, die nach der 9. oder 10. Klasse mit einer Ausbildung beginnen wollen, sind diese frühen Erfahrungen besonders wertvoll. Dieses Jahr fand die „Rohr-Woche“ unter sehr sommerlichen Temperaturen – und ohne den Freitag statt, dort war wegen des Unterland-Radrennens kein Bustransfer möglich.

In Zusammenarbeit mit dem BTZ Rohr Kloster bietet die Hermann-Lietz-Schule Haubinda schon während des Schuljahres eine Analyse an, anhand derer eine erste Auswahl für mögliche Berufsgruppen getroffen werden kann. Denn der Traumberuf ist vielleicht gar nicht das, was am Besten zu den eigenen Fähigkeiten passen würde. Um dennoch alles auszuprobieren und auch Handwerksberufe kennenzulernen, die gar nicht auf dem Schirm waren, dazu dient die praktische Berufsorientierung vor Ort in Rohr. Klasse 7 wechselt eine Woche lang verschiedene Bereiche durch, während Klasse 8 fest bei einem Beruf bleibt.

Auf dem weitläufigem Gelände gibt es so viele Möglichkeiten! Vom Anpacken mit Hammer und Nagel in der Bauwerkstatt, über hygienisch durchgeführte Kosmetikbehandlungen bis hin zum mitreißenden Marketing-Pitch gibt es für zahlreiche Ausbildungsberufe Kurse. Begleitet von Fachpersonen werden Grundlagen des Handwerks vermittelt und praktische Tätigkeiten zum Ausprobieren geboten – immer mit hilfreichen Tipps und professioneller Anleitung. Jeden Tag fahren andere Betreuerinnen und Betreuer aus dem Kollegium mit, um die Gruppen auf der Fahrt zu beaufsichtigen und sie in den Kursen zu besuchen. Manch einen Lehrer packt selbst der Antrieb, mit zu schrauben oder zu tüfteln. Ob das gut ging?